Meinungen



Heldinnen zum Anfassen


28.07.2011 - WIESBADEN
Von Julia Anderton

BUCHTIPP Die Wiesbadenerin Marcella Melien und ihre neue Fantasy-Geschichte für Jugendliche

Für viele Schüler sind Aufsätze ein Graus. Nicht so im Fall von Marcella Melien - die Wiesbadenerin bringt seit frühester Kindheit mit Begeisterung eigene Geschichten zu Papier und dies längst nicht nur im Unterricht. Mit gerade mal 17 Jahren brachte sie vor zwei Jahren mit dem Jugendbuch

„Das Buch von Mavalyon“

ihren Erstling heraus, nun ist die Fortsetzung

„Die Königin von Mavalyon“

erschienen.

Die vier Freundinnen Muriel, Finn, Salome und Syrah stehen an der Schwelle zum Erwachsenwerden und möchten ihre Zukunftsträume verwirklichen, doch das Schicksal macht ihnen einen Strich durch die Rechnung - ihr Land wird von den brutalen Korsaren heimgesucht, die den Menschen mit ihren Grausamkeiten das Leben zur Hölle machen. Die Mädchen beschließen, den Kampf aufzunehmen und erleben dabei unzählige, mitunter haarsträubende Abenteuer... Wer Fantasy mag, wird diese Saga lieben. Doch auch Jugendliche, die damit nicht viel am Hut haben, kommen auf ihre Kosten, sind doch die zentralen Themen des Romans wie wahre Freundschaft, Mut, aber auch Zukunftsangst genreunabhängig von großer Aktualität. Zumal Meliens Schreibstil nicht verschachtelt daher kommt, wie es in so vielen Fantasy-Romanen der Fall ist, sondern in flüssiger Erzählweise klare Bilder von den dramatischen Ereignissen entstehen lässt, den Leser direkt ins spannende Geschehen hinein holt. Fremd ist diese Welt voller Götter und Monster und doch irgendwie vertraut.

Die Protagonistinnen leisten Großes, dennoch fühlt man sich ihnen nahe. Denn sie sind keine abgehobenen unfehlbaren Kämpfernaturen, sondern vielmehr Heldinnen zum Anfassen, die zwar in einem Land vor unserer Zeit leben, wo man Wasser aus Quellen trinkt und auf Pferden reitet, jedoch modernen Jugendlichen im Grunde ihres Wesens gar nicht so unähnlich sind.

Mitunter anstrengend ist dafür die riesige Personenzahl, die auf 215 Seiten auftritt, zumal die Figuren betont komplizierte Namen tragen, was dem Leser einige Konzentration abverlangt. Nichtsdestotrotz vermag Melien durch ihre klare, intensive Erzählweise ihr Publikum bei der Stange zu halten. Das kommt nicht von ungefähr: Die 19-Jährige ist eine der Preisträgerinnen des diesjährigen „Jungen Literaturforums Hessen/Thüringen“, außerdem ist sie als freie Mitarbeiterin dieser Zeitung tätig.

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Wiesbadener Tagblatt

28.07.2011

"Aktive Learning":

Jungautorin Marcella Melien (18) und ihre Bensheimer Verlegerin stellten sich Fragen von Schülern

Wie sich die spannende Geschichte ergab
Bensheim
"Wie viel Geld verdient man als Autorin?", "Wie viel Bücher haben Sie verkauft?", "Schreiben Sie in Ihren Büchern über sich selbst?" und "Werden Sie weitere Geschichten veröffentlichen?". Viele Fragen stürmten auf die Jungautorin Marcella Melien aus Wiesbaden ein. Die 18-Jährige, die kurz vor Abschluss ihrer Abiturprüfung steht, war gemeinsam mit ihrer Bensheimer Verlegerin Petra Hennig zu Gast beim gemeinnützigen Verein "Active Learning" in der Bibliothek der Geschwister-Scholl-Schule.

"Active Learning" fördert und unterstützt vor allem sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche, darunter viele mit Migrationshintergrund. Insgesamt sind es 140 Schülerinnen und Schüler der Klassen 4 bis 10 aus unterschiedlichen Bensheimer Schulen. An drei Nachmittagen steht Sport auf dem Programm, jeweils donnerstags treffen sich bis zu 16 Teilnehmer in der Schreibwerkstatt. Hier können sie kreativ tätig werden, ihrer Fantasie freien Lauf lassen und eigene Gedanken in Geschichten fassen und niederschreiben. Katharina Busch leitet die Schreibwerkstatt.

Am Donnerstag erwarteten die Kinder aufgeregt den Besuch der Verlegerin und der Wiesbadener Autorin. Petra Henning berichtete den Nachwuchstalenten, wie es zur Verlagsgründung gekommen ist und wie sich ihr junges Unternehmen weiterentwickelt hat.

Begonnen hat alles mit der neun Jahre alten Hannah Zeiß aus Lindenfels. Deren Erstlingsbuch "Elfenwind" war nicht nur ein Überraschungserfolg, sondern verursachte gleich einen "riesigen Medienrummel". Fernseh- und Radiosender und die Deutsche Presseagentur berichteten über die junge Schriftstellerin und begabte Zeichnerin aus dem Odenwald.

Marcella Melien hat nach dem Erstling "Das Buch von Mavalyon" ihren Fortsetzungsroman "Der König von Mavalyon" veröffentlicht. Bevor sie den aufmerksamen Zuhörern einige Kapitel daraus vorlas, stand sie zunächst Rede und Antwort und erzählte von ihren zahlreichen, vergeblichen Versuchen, einen Verlag für ihre Geschichten zu finden.

Nachdem sie einen Zeitungsbericht über Hannah Zeiß und ihre Verlegerin Petra Henning gelesen hatte, ging dann alles sehr schnell. Marcella schickte eine Leseprobe an die Bensheimer Adresse und "Frau Hennig wollte noch mehr lesen". Anschließend habe man noch einiges geändert und gekürzt, und vier Monate später "stand ich in der Buchbinderei und hatte zum ersten Mal mein eigenes Buch in der Hand. Es war ein toller Moment".

Drei Jahre hat sie an der ersten Geschichte, die von Salome, Muriel Syrah und Finn handelt, geschrieben. Erst mit der Hand, anschließend mit dem Computer. Zunächst, so erklärte die Wiesbadenerin einer Schülerin, sei die Schreiberei nicht mehr als eine Beschäftigung in den Sommerferien gewesen.

Disziplin gehört dazu
"Es gehört Disziplin und Durchhaltevermögen dazu", bei einer Linie zu bleiben und nicht abzuschweifen. Auf mehrmaliges Nachfragen verriet die 18-Jährige, dass sie an einem dritten Buch schreibt und bereits 50 Seiten in ihrem Notizbuch stehen hat.

Es gehörte schon eine Portion Mut dazu, vor die versammelte Mannschaft mit Verlegerin, Autorin, Freunden und dem Betreuerteam von "Active Learning" zu treten und eigene Kurzgeschichten vorzutragen. Einige Teilnehmer der Schreibwerkstatt trauten sich dennoch. Petra Hennig zeigte sich dermaßen angetan, dass sie versprach, "wenn die Geschichten fertig sind, werden sie alle in einem Buch veröffentlich. Und jeder Autor, jede Autorin bekommt ein persönliches Exemplar".

Bliebe nachzutragen, dass der von Yves und Hauke Lerchl gegründete Verein "Active Learning" und dessen Konzept mittlerweile bundesweit auf großes Interesse stößt.

So reisen einige Betreuer an diesem Wochenende nach Berlin zur Verleihung des " Sports for Education Award. "Active Learning" gehört zu den Nominierten. Schirmherr der Veranstaltung ist der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit. gs

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Bergsträßer Anzeiger

09. Mai 2011


Frankfurter Rundschau vom 1.12.2010


Langen

Roman-Autorin mit 14

Die Schülerin Christina Weidl aus Langen veröffentlicht mit 14 Jahren ihren ersten Roman. Darin geht es um mysteriöse Rituale und ein Mädchen namens Schneewittchen.

Christina Weidl sieht auf den ersten Blick aus, wie eine ganz normale 14-Jährige. Sie trägt ein lila Sweatshirt und kämmt öfters verlegen mit den Fingern ihre blonden Haare hinters Ohr. Auch die Hobbys der Schülerin sind typisch für eine Teenagerin. Die Langenerin spielt in ihrer Freizeit Klavier und liest gerne Mangas und Fantasy-Romane. Doch Christina Weidl ist etwas Außergewöhnliches gelungen: Mit 14 Jahren hat sie ihren ersten Roman veröffentlicht.

„Das Geheimnis des Rosenkamms“ heißt das Debüt der jungen Schriftstellerin. Ein Fantasy-Roman für Leser von zwölf Jahren an, in dem es um ein Mädchen mit dem Spitznamen Schneewittchen geht. Das entdeckt in einem Wald bei einem Ritual düstere Gestalten und gerät dabei in Gefahr. Die Idee zu der Geschichte kam Christina in einem Traum. „Ich bin aufgewacht, habe darüber nachgedacht und mir gleich alles aufgeschrieben“, erzählt die Schülerin der Dreieichschule. Die gesamten Weihnachtsferien habe sie dann an der Geschichte gesessen.

„Sobald ich schreiben konnte, habe ich angefangen, Geschichten zu schreiben“, erzählt Christina. Mit sieben Jahren brachte sie die ersten 30 Seiten zu Blatt – aus Spaß, wie sie heute sagt. Seitdem habe sie einige Geschichten ausgearbeitet, andere seien unvollendet geblieben. „Dabei probiere ich alles aus.“ Sie habe schon spannende, lustige oder auch Liebesgeschichten geschrieben. Meistens habe sie jedoch das Grundkonzept des Handlungsstrangs schon im Kopf.

In Deutsch hat sie eine Eins, doch es sei nicht ihr Lieblingsfach. Ihren Freundinnen hat sie erst gar nicht davon erzählen wollen, dass bald ihr eigener Roman in den Buchhandlungen steht. „Das war mir unangenehm“, sagt Christina und streicht wieder eine Haarsträhne aus dem Gesicht. Die Freundinnen konnten ihr erst gar nicht glauben. „Aber dann fanden sie es schon ziemlich cool.“

Auch ihre Mutter sollte das Buch erst nach der Veröffentlichung lesen. Ausnahmsweise durfte sie es aber doch schon vorab lesen, um sicherzugehen, dass Christina nicht unbewusst Ähnlichkeiten zu anderen Büchern eingebaut hat. Die Familie musste erfahren, wie schwierig es ist, Namen für Protagonisten und einen Titel für das Werk zu finden.

„Ich bin total stolz, na klar“, sagt Christinas Mutter. Sie vermutet, dass nicht zuletzt das viele Vorlesen sämtlicher Harry Potter-Romane zu dem Talent ihrer Tochter beigetragen habe. Was Christina später von Beruf machen möchte? „Autorin natürlich“, sagt sie und lächelt. „Aber vermutlich brauche ich noch was anderes“, ergänzt sie vernünftig, „am liebsten aber etwas mit Literatur.“ Was sie mit dem verdienten Geld anstellt, wisse sie noch nicht. Viel wichtiger sei für sie die Veröffentlichung selbst.

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Bergsträßer Anzeiger vom 26.06.2010


Haustiere: Der Verlag der Bensheimerin Petra Hennig bringt die Geschichte des kleinen Oskar in gedruckter Form heraus

Rührender Mülltonnen-Fund wird zum Thema eines Buches


Bergstraße.
Am 7. Juli 2009 wurde der kleine Kater Oskar in Bensheim in einem Müllcontainer gefunden. Zwei Geschwisterchen, die schon nicht mehr atmeten, lagen im Pappkarton neben ihm.

Oskar hatte Glück - er wurde im letzten Moment gerettet, ins Heppenheimer Tierheim gebracht und dort mit viel Liebe und Nervenstärke aufgepäppelt.

Seine Adoptivmutter, Tierheimleiterin Antje Schütz, veröffentlichte damals Oskars mühsamen Weg zurück ins Leben auf der Homepage des Tierschutzvereins. Der Bericht und die Bilder fanden erstaunliche Resonanz: Das "Tagebuch eines Findelkindes" wurde in den eineinhalb Monaten, die der kleine Kater im Tierheim verbrachte, über 5000 Mal angeklickt.
Veröffentlichung im Juli

Jetzt bekommt der kleine Kämpfer ein eigenes Buch. "Oskar aus der Tonne - Geschenktes Leben" erscheint im Juli im Verlag Petra Hennig und verbindet Dokumentarisches und Fiktion. Die Journalistin Sigrid Jahn hat Oskars Rettung recherchiert und auf dieser Grundlage eine Geschichte geschrieben, die nicht nur Freud und Leid bei der Handaufzucht eines vierbeinigen Waisenkindes schildert, sondern auch Einblicke in den aufreibenden Alltag der Tierschützer vermittelt, die oft über das Maß des Erträglichen hinaus mit ansehen müssen, was Menschen ihren Mitgeschöpfen antun; die sich engagieren und helfen, obwohl sie wissen, dass sie nicht jedes Tier in Not retten können.

Trauer, Wut und Zorn sind Gefühle, die in der Geschichte vorkommen. Doch da eine kleine Katze die Hauptrolle spielt, geht es auch um tierische Bekanntschaften, spielerisches Kräftemessen, spannende Abenteuer und geheimnisvolle, ganz erstaunliche Begebenheiten.

Das Buch wäre nicht vollständig ohne die zahlreichen anrührenden Fotos, die Antje Schütz beigesteuert hat. Zu lesen sind im zweiten Teil auch Auszüge aus dem Internet-Tagebuch.

Gedruckt wurde die erste Auflage bei der hbodruck GmbH & Co. KG in Einhausen. Verlegerin Petra Hennig, die mit ihrer Familie, drei Katzen und zwei Hunden in Bensheim zu Hause ist, hat das Buchprojekt von Anfang an tatkräftig unterstützt. Der Verkauf wird dem Heppenheimer Tierheim zugute kommen. zg


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Bergsträßer Anzeiger 26. Juni 2010

Bergsträßer Anzeiger vom 06.03.2010


Vanessa OelmannDie elfjährige Vanessa Oelmann bringt in einem Bensheimer Verlag

"Elena zwischen zwei Welten"

heraus
Vanessas Buch soll Mut machen

Bergstraße.
Jedes achte Kind leidet unter Mobbing durch Mitschüler und fühlt sich ausgegrenzt - wie Elena, eine zwölfjährige Gymnasiastin und die Titelheldin des ersten Buches von Vanessa Oelmann. "Elena zwischen zwei Welten" ist eine fantasievolle, witzige und einfühlsame Geschichte für alle Kinder, die von Freundschaft und gemeinsamen Abenteuern träumen. Am Montag (8. März) wird Vanessa literarisches Debut im Bensheimer Verlag Petra Hennig erscheinen.


Vanessa ist elf Jahre alt, besucht ein Gymnasium in Ludwigsburg und weiß, wovon sie schreibt. Ihre Elena wird in der Schule gehänselt und flieht zu Hause in die Welt der Bücher. Das hilft ihr auch darüber hinweg, dass ihre Eltern oft unterwegs sind. Elenas Lieblingsbuch spielt im Feenreich "Facyra" - und genau dort erwacht das Mädchen eines Tages und bekommt die Chance zu zeigen, was in ihr steckt. Gemeinsam mit ihren neuen Freundinnen Gloria und Mischik wird sie einer Bewährungsprobe ausgesetzt, die sie sich nie hätte träumen lassen.

Den Teufelskreis durchbrechen

Wie Elena dabei ihre eigenen Stärken erkennt und einen Weg findet, um auch in der wirklichen Welt aus dem Teufelskreis von Ausgrenzung, Dominanz und Mobbing auszubrechen, soll Kindern Mut machen, die in ähnlichen Situationen gefangen sind.

Die junge Autorin Vanessa ist das, was man als echten Bücherwurm bezeichnen kann. Ihr Lesehunger ist enorm, kein noch so dicker Wälzer schreckt sie ab. Ihre Freizeit verbringt sie hauptsächlich mit Lesen, Malen und Schreiben. Ihr Arbeitsplatz zu Hause ist übersät mit kleinen Zettelchen, auf denen sie jeden Einfall, jeden Gedanken notiert, um sie in ihren zahlreichen selbst erfundenen Geschichten zu verwenden.

Autorin seit der ersten Klasse

Sie schreibt seit der ersten Klasse, das Lesen hat sie sich bereits im Kindergarten selbst beigebracht - wie ihr das gelungen ist, ist für ihre Eltern ein Rätsel. Zu ihren Lieblingsautoren gehören - wie könnte es anders sein - "Harry-Potter"-Autorin Joanne K. Rowling, außerdem Thomas Brezina, Cornelia Funke und Franziska Gehm.

"Elena zwischen zwei Welten" ist die erste Geschichte die Vanessa Oelmann nicht von Hand, sondern am Computer verfasst und mit viel Disziplin und anhaltender Begeisterung so oft überarbeitet und ausgeschmückt hat, dass sie tatsächlich gedruckt werden konnte.
Die Illustrationen zu Elenas Abenteuern schuf die Bensheimer Malerin, Grafikerin und Illustratorin Doris Bambach, deren Arbeiten bereits in zahlreichen Ausstellungen nicht nur an der Bergstraße zu sehen waren. Gedruckt wird "Elena zwischen zwei Welten" in Beedenkirchen.

"Viele junge Menschen träumen von einer Autorenkarriere", weiß Verlegerin Petra Hennig. "Sie haben eine ungewöhnliche Fantasie und denken sich schon von klein auf schöne und spannende Geschichten aus. Ihre Erzählungen berühren, fesseln und entführen in andere Welten. Sie sind in einem einfühlsamen, intensiven Sprachstil zu Papier gebracht."

Junge Talente ermutigen

Im Jahr 2008 ist die Herausgeberin in Bensheim mit dem eigenen Buch "Beim ersten Hund wird alles anders" im Verlagsgeschäft durchgestartet und hat sich damit einen langgehegten Traum erfüllt. In der Edition "Junge Autoren", zu der auch "Elena zwischen zwei Welten" gehört, ist auch bereits das Bilderbuch "Elfenwind" von der damals erst neunjährigen Hanna Zeiß aus Lindenfels erschienen.

Jetzt möchte Herausgeberin Petra Hennig auch andere schreibbegeisterte junge Talente dazu ermutigen, sich mit ihren Manuskripten an die Öffentlichkeit zu wagen - vorausgesetzt, sie scheuen nicht die viele Fleißarbeit, die auf dem Weg von der zündenden Idee zum fertigen Buch zu leisten ist. zg

zum Onlineartikel des Bergsträßer Anzeiger 06. März 2010 oder als PDF hier:

Wiesbadener Kurier 18.12.2009


Autorin aus Langeweile und mit Talent
18.12.2009 - WIESBADEN
Von Patrick Körber
ERSTLINGSWERK Roman von Marcella Melien (17)

Vier Jahre Arbeit stecken in ihrem ersten Buch. Das wäre weit weniger bemerkenswert, wenn die Autorin heute nicht erst 17 Jahre alt wäre. Mit 13 hatte die Wiesbadenerin Marcella Melien begonnen, an ihrem Roman zu schreiben, der nun unter dem Titel "Das Buch von Mavalyon" im Petra Hennig-Verlag erschienen ist.

Was treibt aber eine 13-Jährige dazu, einen Roman, eine Geschichte zu schreiben? "Mir war langweilig", erzählt Marcella Melien. Es waren Ferien, die Eltern arbeiteten, das Mädchen war allein zu Hause. Am Anfang war aber nicht das Wort, sondern eine Zeichnung. Zuerst hatte das Mädchen eine Landkarte gezeichnet, von ihrem Fantasie-Land Mavalyon. Die Skizze war die vergangenen vier Jahre der rote Faden der Geschichte. Denn die Karte, die in dem jetzt veröffentlichten Buch abgedruckt ist, gibt den Weg vor, den die vier Protagonistinnen Salome, Muriel, Syrah und Finn zu bewältigen haben. "Dann habe ich einfach drauf los geschrieben."

Schule der Weisheiten

Die weiblichen Hauptfiguren sind alle 13 Jahre alt. Die Geschichte spielt in einem Fantasieland, in einer längst vergangenen Zeit, in der von Rittern die Rede ist und das schnellste Fortbewegungsmittel ein Pferd ist. Die Mädchen bekommen die große Chance, die Schule der Weisheiten zu besuchen. "An dieser Schule kann man ungemein viele verschiedene Künste, Fertigkeiten und Wissensbereiche studieren", erklärt Syrahs Vater. Das Schulgeld können sich die Mädchen nicht leisten, obgleich sie aus unterschiedlichen sozialen Schichten kommen, mal ärmer, mal etwas wohlhabender sind. Für ihren Studienplatz müssen die Mädchen gemeinsam eine Aufgabe lösen. Eine Aufgabe, die sie in Lebensgefahr bringt.

Dass eine 13-Jährige den Roman begonnen hat, liest man nicht heraus. Die Sprache ist sehr reif, passend für einen Jugendroman. Geschickt baut sich die Spannung zwischen all den Mädchenträumen auf, während die Mädchen um ihren sozialen Aufstieg kämpfen. Marcella Melien hat per Hand geschrieben, ein Jahr brauchte sie für die Überarbeitung und das Abtippen auf dem Computer. "Es ist für mich befreiend, zu schreiben. Ich kann abschalten, es lenkt vom Alltag ab." Und als Marcella Melien dann eine Verlegerin fand, die sich auf junge Talente spezialisiert hat, musste die Diltheyschülerin ihr Werk um ein Drittel kürzen. 1000 Stück wurden zunächst gedruckt. "Mir kamen die Tränen als ich in der Buchbinderei war und das erste gedruckte Buch, dessen Rücken noch ganz warm war, in der Hand hielt" erinnert sich die 17-Jährige. Die Fortsetzung ist schon geschrieben. Sie wird aber nur erscheinen, wenn der erste Teil sich gut verkauft.

Das literarische Talent von Marcella fiel schon im Jahr 2007 auf. Da erhielt sie den George-Konell-Förderpreises für einen Prosa-Text. Auch in der Kurier-Schreibwerkstatt in den Sommerferien fiel das Geschick der jungen Frau auf, herausragende Features zu schreiben. Gerne hat ihr der Kurier die Arbeit als freie Mitarbeiterin angeboten.

zum Onlineartiklel des Wiesbadener Kuriers vom 18.12.2009



Frankfurter Rundschau 12.12.2009

Wiesbaden

Porträt Marcella Melien
Auf dem Weg zum Bestseller
Von Elisabeth Böker


Schulferien und nichts zu tun - so erging es Marcella Melien vor vier Jahren. Doch sie wusste Rat, holte Block und Stift und schrieb die Geschichte "Das Buch von Mavalyon". Die ist kürzlich in einem Verlag erschienen. Die heute 17-jährige Wiesbadener Schülerin kann es noch immer kaum glauben. Marcella Melien schreibt seit der Grundschule. "Das Buch von Mavalyon" ist ihr erster Roman, den sie ganz zu Ende gebracht hat. Es ist die Fantasy-Geschichte von vier Mädchen, die die Chance auf eine bessere Zukunft bekommen. Ihnen wird ein Studienplatz an der renommierten Schule der Weisheiten angeboten. Doch um den Platz zu bekommen, müssen sie gemeinsam Aufgaben lösen - eine scheinbar spannende Reise beginnt, doch bald geraten sie in tödliche Gefahren.

Im Sommer 2005 begann Marcella, an dem Roman zu schreiben. Ihre ältere Schwester war in Norwegen, die Eltern mussten arbeiten. So suchte die damals 13-Jährige etwas zum Zeitvertreib und entschied sich fürs Schreiben. Als erstes malte sie eine Landkarte und entwarf die Hauptcharaktere. "Ich bin immer mehr in die Geschichte reingekommen, so dass ich beschloss, daraus ein Buch zu machen." Einen festen Plan, wie das Ganze ausgehen soll, habe sie aber bis zum Schluss nicht gehabt, berichtet die Schülerin. 270 säuberlich von Hand geschriebene Seiten bilden ihr Manuskript. Als Marcella mit der Geschichte zu Ende war, tippte sie alles am Computer ab, korrigierte und kürzte.

"Als ich fertig war, dachte ich mir: es ist ganz gut, ich kann mal versuchen, es einem Verlag anzubieten." Sie schaute nach, in welchen Verlagen ihre Lieblingsbücher erschienen und schrieb sie an. Zehn Mal verschickte sie eine Leseprobe - und bekam zehn Absagen. Heute weiß sie, dass nur 0,5 Prozent aller Bücher auf unverlangt eingesandten Manuskripten basieren. "Das ist fast wie Lottospielen."

Marcella, die in ihrer Freizeit besonders viel Fantasy und Klassiker liest, gab nicht auf. Sie erfuhr, dass sich der Verlag Petra Hennig auf die Förderung junger Talente spezialisierte. Warum es also nicht dort versuchen.

Zwei Wochen später bekam die Schülerin Antwort. "Ich dachte schon, es wäre eine erneute Absage." Doch die Verlegerin wollte das gesamte Manuskript lesen. "Ich konnte es gar nicht glauben", sagt Marcella.

Bis zur endgültigen Zusage war die junge Autorin sehr aufgeregt: "Ich konnte kaum schlafen, war immer nervös." Dann kam die erhoffte Annahme. Zusammen mit der Verlegerin und Lektorin überarbeitete sie das Manuskript. "Das war klasse, ich konnte sehr viel mitreden", sagt Marcella. Selbst beim Buchbinder war sie dabei: "Es war ein unglaublicher Moment, als ich mein Buch auf dem Fließband näherkommen sah und der Buchrücken noch ganz warm vom Ankleben war", berichtet sie strahlend, während sie ihr Werk in die Hand nimmt. 1000 Exemplare beträgt die Startauflage.

Marcella Meliens größter Wunsch ist es, einmal vom Schreiben zu leben. Nun arbeitet sie an der Fortsetzung zu "Das Buch von Mavalyon". Vielleicht kommt sie ihrem Traum ein Stück näher.

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Bergsträsser Anzeiger vom 14.11.2009



Marcella Melien Nachwuchstalent:
Petra Hennig veröffentlicht das erste Buch der 17-jährigen Wiesbadener Gymnasiastin Marcella Melien
Spannender Fantasy-Roman aus Bensheimer Verlag
Bergstraße. Für Salome gibt es kein Leben ohne ihre Pferde, Muriel möchte alles über Kräuter und Heilpflanzen lernen, Kaufmannstöchterchen Syrah träumt sich auf alle sieben Meere statt an den Stickrahmen im stillen Kämmerlein. Und auch die elternlose Finn hat ein Ziel: dem freudlosen Dasein im Armenhaus den Rücken zu kehren.

Doch den Platz für Mädchen im Königreich Mavalyon bestimmt die Tradition. Ein - fast - ehernes Gesetz, das nur dreimal im Jahrhundert einigen wenigen Glücklichen ein Schlupfloch eröffnet. Als die vier Mädchen zusammentreffen, hat sich für sie über Nacht alles geändert. Ein kostenloser Studienplatz an der besten Schule des Landes eröffnet ihnen die Chance, ihre Zukunftsträume zu verwirklichen.

Doch zuvor sollen sie gemeinsam eine Aufgabe lösen und als Botinnen des Lehrers und Chronisten Damón Gamdín in den wichtigsten Städten des Königreichs nach Zeugnissen der Vergangenheit suchen. Eine Mission, die zunächst eine aufregende Reise verheißt, die Mädchen aber an die Grenzen ihres Mutes und ihrer Beharrlichkeit bringt.

Wie die Geschichte ausgeht, weiß bis jetzt nur Marcella Melien. Die 17 Jahre alte Gymnasiastin hat ihre Heldinnen auf eine abenteuerliche Fantasy-Reise geschickt, durch unwirtliche Gegenden und finsteren Tann, über steinige Bergpfade und schwindelerregende Abgründe hinweg. Jetzt ist ihr "Buch von Mavalyon" auf dem besten Weg zum Leser, denn die Autorin aus Wiesbaden hat an der Bergstraße ihre Verlegerin gefunden.

Die in Bensheim lebende Petra Hennig hat nicht nur ein Herz, sondern auch ein Händchen für junge Kreative. Nachdem sie 2008 mit dem eigenen Buch "Beim ersten Hund wird alles anders" ins Verlagsgeschäft durchgestartet ist und sich damit einen lang gehegten Traum erfüllt hat, widmet sich die Verlegerin engagiert ihrem zweiten Ziel: der Ermutigung und Förderung schreibbegeisterter Kinder und Jugendlicher.

Lindenfelserin machte den Anfang
Hanna Zeiß aus Lindenfels, mit damals neun Jahren eine der jüngsten Autorinnen und Illustratorinnen in Deutschland, hatte mit ihrem vielbeachteten Bilderbuch "Elfenwind" - das schon in zweiter Auflage vorliegt - den Anfang gemacht. Ein Aufruf "Junge Talente gesucht" auf der Homepage www.verlag-petra-hennig.de brachte etliche Texte aus der Schreibtischschublade ans Licht. Als sich Marcella Melien mit ihrem 222 DIN-A4-Seiten dicken Manuskript zu Wort meldete, fiel die Entscheidung nicht schwer.

Seit 2005 hat die junge Autorin an ihrem Roman gearbeitet. Als sie mit 13 Jahren das Königreich Mavalyon erfand und ihre Figuren erdachte, füllte sie in feiner, säuberlicher Schrift Seite für Seite - mit der Hand, nicht am Computer. Bildschirm und Tastatur kamen erst später hinzu.

"Ich schreibe eigentlich schon, seitdem ich einen Stift halten kann", sagt Marcella. Schon vor dem Schulbeginn hatte sie sich in selbst erfundenen Krakeln, die nur sie entziffern konnte, ans Werk gemacht, später Heft für Heft voll gekritzelt und gemalt.

Ermutigung in ihrem Tun, das fest zu ihrem Leben gehört, erfuhr Marcella Melien 2007. Ihre Kurzgeschichte "Herbstblatt" würdigte der Börsenverein des deutschen Buchhandels im Rahmen des George-Konell-Förderpreises Wiesbaden mit einem Anerkennungspreis. "Dadurch habe ich mich bestätigt gefühlt und beschlossen, meinen Roman bei Verlagen einzureichen", sagt Marcella.

Gedruckt wird in Lautertal
Herauskommen wird das "Buch von Mavalyon" im Dezember. Gedruckt wird die erste Auflage von 750 Exemplaren bei der Lautertal-Druck Franz Bönsel GmbH in Beedenkirchen. Auch der Beitrag der Bildenden Kunst zum Buch stammt aus der Region: Die stimmungsvolle Titelillustration schuf die Bensheimerin Doris Bambach.
zg

Bergsträßer Anzeiger
14. November 2009

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Hessenschau vom 16.07.2009

Zehnjährige Odenwälderin schreibt Kinderbuch

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RTL-Hessen vom 14.07.2009

Jungautorin Hanna Zeiss

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Diverse Links zu weiteren Pressemitteilungen:

Focus

Frankfurter Neue Presse

Nick - Nickelodeon

Lampertheimer Zeitung

Höchster Kreisblatt

Frankfurter Rundschau vom 06.07.2009


10-Jährige schreibt Buch

Vom Elfenwind verweht


Das Leben auf dem heimischen Bauernhof muss die Fantasie von Hanna Zeiß angeregt haben. Die Zehnjährige aus Lindenfels im Odenwald ist eine von Deutschlands jüngsten Autoren. Ihre Gedanken hat sie in dem Kinderbuch "Elfenwind" zu Papier gebracht, das vor kurzem im Verlag Petra Hennig (Bensheim) erschienen ist.

Es handelt von den Elfenkindern Filice und Fojer, die mit ihrem Volk schon wieder umziehen müssen. "Damit veränderte sich ihr ganzes Leben", schreibt Hanna. Die Abenteuer, die ihre Helden bestehen müssen, hat die Schülerin mit bunten Zeichnungen illustriert. Elfen, Feen, Kobolde und Zwerge haben Hanna schon immer fasziniert.

"Ich war bei Sturm draußen und habe an Elfen gedacht", erzählt sie. Die Erlebnisse von Filice und Fojer hat sie dann am Computer weitergesponnen. "Ich habe jeden Tag ein bisschen geschrieben." An ein Buch hat sie da noch gar nicht gedacht. Die Geschichte ihrer Elfen bekamen Vater Alwin und Mutter Tanja zu Weihnachten geschenkt, die Seiten schön gestaltet und zusammengeheftet.

Nichts Außergewöhnliches für Hanna. Schon mit sieben Jahren verfasste sie kurze Gedichte, später gestaltete sie mit poetischen Texten ein kleines Buch. In der Schule macht sie lieber Deutsch als Mathe.

"Elfenwind" wäre im Stress der Feiertage fast in Vergessenheit geraten, hätte nicht die Oma eine Anzeige des Verlags Hennig gelesen und eine Kopie von Hannas Weihnachtsgeschenk hingeschickt. "Dann habe ich vom Verlag einen Brief bekommen, dass ich mich melden soll", erzählt Hanna. Der Rest ging recht schnell. Wie es nach dem Erstlingswerk weitergeht, will Hanna noch nicht richtig verraten. "Ich habe eine Fortsetzung schon angefangen", ist alles, was sich die Zehnjährige entlocken lässt. (dpa)

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Bergsträßer Anzeiger vom 02.07.2009



Porträt: Zehnjährige mit ihren Abenteuergeschichten eine der jüngsten Autorinnen in Deutschland
Hanna liebt den "Elfenwind"

Von dpa-Korrespondent Joachim Baier

Lindenfels.Elfenwind Bergsträßer Anzeiger 02.07.2009
Das Leben auf dem heimischen Bauernhof muss die Fantasie von Hanna Zeiß angeregt haben. Die Zehnjährige aus Lindenfels im Odenwald ist eine von Deutschlands jüngsten Autoren. Ihre Gedanken hat sie in dem Kinderbuch "Elfenwind" zu Papier gebracht, das vor kurzem im Verlag Petra Hennig (Bensheim) erschienen ist. Es handelt von den Elfenkindern Filice und Fojer, die mit ihrem Volk schon wieder umziehen müssen. "Damit veränderte sich ihr ganzes Leben", schreibt Hanna. Die Abenteuer, die ihre Helden bestehen müssen, hat die Schülerin mit bunten Zeichnungen illustriert. Elfen, Feen, Kobolde und Zwerge haben Hanna schon immer fasziniert.
Wer bei Hanna angemeldet ist, wird von ihr zu Hause an der Tür begrüßt. "Das bin ich", antwortet sie auf die Frage nach der Autorin von "Elfenwind", senkt bescheiden den Blick und bittet mit einer Handbewegung herein. Im Wohnzimmer berichtet sie dann, wie alles gekommen ist.

Ein Weihnachtsgeschenk
"Ich war bei Sturm draußen und habe an Elfen gedacht", erzählt sie. Die Erlebnisse von Filice und Fojer hat sie dann am Computer weitergesponnen. "Ich habe jeden Tag ein bisschen geschrieben." An ein Buch hat sie da noch gar nicht gedacht.

Die Geschichte ihrer Elfen bekamen Vater Alwin und Mutter Tanja zu Weihnachten geschenkt, die Seiten schön gestaltet und zusammengeheftet. Nichts Außergewöhnliches für Hanna. Schon mit sieben Jahren verfasste sie kurze Gedichte, später gestaltete sie mit poetischen Texten ein kleines Buch. In der Schule macht sie lieber Deutsch als Mathe.

Eine Vorliebe für Literatur hatte Hanna schon als kleines Kind. Gute-Nacht-Geschichten, bei denen Kinder einschlafen sollen, verfehlten bei ihr ihre Wirkung. Hanna blieb wach. "Sie wollte hören, wie die Geschichte ausgeht", sagt Mutter Tanja. Heute zählen "Die grüne Hexe" von Ursel Scheffler und "Das Geheimnis des Bücherhüters" von Corinna Gieseler zu ihren Lieblingsbüchern.

"Elfenwind" wäre im Stress der Feiertage fast in Vergessenheit geraten, hätte nicht die Oma eine Anzeige des Verlags Hennig gelesen und eine Kopie von Hannas Weihnachtsgeschenk hingeschickt. "Dann habe ich vom Verlag einen Brief bekommen, dass ich mich melden soll", erzählt Hanna. Der Rest ging recht schnell. Für ihr Buch hat Hanna viel Lob bekommen. "Lehrer und Freunde haben mir gesagt, dass sie es toll finden."

Wie es nach dem Erstlingswerk weitergeht, will Hanna noch nicht so richtig verraten. "Ich habe eine Fortsetzung schon angefangen", ist alles, was sich die Zehnjährige im Gespräch entlocken lässt. Da bleibt für ihre großen Hobbys wie Lesen und Klavierspielen nicht mehr ganz so viel Zeit. Dann wird sie sich auch ihrem Lieblingsstück, dem "Lied der Meermädchen" aus der Oper Oberan von Carl Maria von Weber, nicht mehr so oft widmen können, bedauert Hanna.

Südhessen Morgen
02. Juli 2009

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Bergsträßer Anzeiger vom 07.03.2009



Bergsträsser Anzeiger vom 7.3.2009 Menschen: Hanna Zeiß geht in die vierte Klasse, schreibt Geschichten, malt, filmt - und wurde jetzt "entdeckt"

Neunjährige Lindenfelserin veröffentlicht ihr erstes Buch

Von unserer Mitarbeiterin Gerlinde Scharf

Bergstraße. "Vor hunderten von Jahren lebten viele kleine Elfen unter einem Dach. Doch dann kam ein heftiger Wind. Damit veränderte sich ihr ganzes Leben."

So beginnt die Geschichte von Hanna Zeiß. "Elfenwind" hat sie die Abenteuer der Elfengeschwister Filije und Fojer genannt. Schon über fünfhundert Mal mussten die beiden mit ihrem Volk umziehen. Immer dann, wenn ein Sturm nahte, blies der die federleichten Elfenkinder davon. Wie wird es dieses Mal sein?

Hanna Zeiß gleicht zwar äußerlich durchaus einer zarten Elfe, ist aber ein kleines Mädchen aus Fleisch und Blut. Zusammen mit ihren Eltern, ihrer sechs Jahre älteren Schwester Anne, ihren Großeltern, der Katze "Tiger" und einigen Kühen lebt sie auf einem Bauernhof in Lindenfels-Winkel. Hanna ist neun Jahre alt und geht in die vierte Klasse der Carl-Orff-Schule.

Und Hanna schreibt wunderschöne Gedichte und Geschichten - und schenkt sie dann ihren Angehörigen zu besonderen Anlässen wie Weihnachten oder Geburtstag. Und malen kann sie auch - und wie! Ihrer Oma hat sie es zu verdanken, dass aus dem "Elfenwind" jetzt sogar ein Buch wird, das man ab Ende März überall im Buchhandel kaufen kann.

Bensheimer Verlegerin begeistert

Hannas Oma hat den Stein für ihre Enkelin ins Rollen gebracht. Sie reagierte prompt, als sie im vergangenen Jahr im Bergsträßer Anzeiger das Interview mit Petra Hennig aus Bensheim las, und nahm Kontakt zu der Autorin auf. Diese hatte im Gespräch mit dem BA von ihrer Suche nach Nachwuchsschriftstellern berichtet, die sie im Eigenverlag fördern wolle. Wenige Tage nach der Veröffentlichung in der Tageszeitung, hatte sie auch schon Hannas Geschichte in der Hand - und war "total beeindruckt".

Danach ging alles ganz schnell. Mehrere Telefonate, Mails und einige Besuche bei Hannas Familie, und es stand fest: "Elfenwind" ist so gut, dass daraus ein Bilderbuch werden soll. Die phantasievollen, äußerst gelungenen Illustrationen hat die Neunjährige danach im Schnelldurchgang erledigt. Sie sind so außergewöhnlich, dass man sie mit dem sehr jungen Alter der Künstlerin kaum in Verbindung bringen kann.

Am Donnerstag dieser Woche war für Hanna ein besonders aufregender Tag: Zusammen mit ihren Eltern Tanja und Alwin Zeiß und Petra Hennig war sie dabei, als in der Druckerei Bönsel in Lautertal die Maschinen zum Druck des Buchumschlags anliefen.

Drucktermin in Lautertal

Die beiden Geschäftsführer Harald Kaffenberger und Carmen Bönsel erklärten dem Schreib- und Zeichentalent das weitere Procedere. "Elfenwind" wird ein Bilderbuch mit 36 Seiten und 16 farbigen Illustrationen. Zunächst ist an eine Auflage von 500 Stück gedacht. Dass es dabei bleibt, wird niemand, der die Geschichte der beiden Elfengeschwister Filice und Fojer gelesen hat, ernstlich glauben.

Jeweils ein Euro pro verkauftem Buch geht an die Stiftung Courage der Universitätsklinik Heidelberg, die sich für chronisch kranke Kinder einsetzt. Hanna zählt auch dazu: Seit Silvester 2008 weiß sie, dass sie Diabetikerin ist. Einige Wochen lang hat sie in der Uniklinik in Heidelberg gelegen, um sich dort auf ihr neues Leben vorzubereiten.

Ein echtes Multitalent

Das Multitalent aus Winkel gilt ab sofort als eine der jüngsten Autorinnen und Illustratorinnen Deutschland. Ein wenig überrascht ist die Neunjährige schon, ob des plötzlichen Trubels und der Aufregung um ihre Person. Geschichten erfunden und aufgeschrieben hat sie schließlich - wie ihre Eltern verraten - schon seit ein paar Jahren. Außerdem hat sie als Kinderredakteurin eine eigene Zeitschrift, "Puppen-Hilfsorganisation", verfasst und für ein Taschengeld an die Oma verkauft. Den Eltern schenkte sie zum Geburtstag einen selbst gedrehten und von ihr erzählten Film. Drehort war ein Teich in der Nähe ihres Zuhauses.

Gleichwohl möchte Hanna später einmal das Bücherschreiben nicht zu ihrem Beruf machen, sondern Lehrerin werden. Aber, das kann sich ja noch ändern.

Bergsträßer Anzeiger
07. März 2009


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Partner Hund Ausgabe 2 vom Februar 2009



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Ruhrstreuner vom Februar 2009



RuhrstreunerFrau Hennig, der Titel Ihres ersten Buches kündigt Veränderungen im Familienalltag an. Was wird denn anders im Leben mit einem Hund?
Petra Hennig: Also, bei uns ist alles irgendwie lustiger geworden. Jeder Tag fängt mit einer begeisterten Begrüßung an. Ich kenne kein Lebewesen, das so herrlich verrückt spielt, wenn man morgens aufsteht, vom Einkauf zurück kommt oder mit ihm an die frische Luft geht. Der überschäumende Lebensfreude und Energie eines Hundes kann man sich einfach nicht entzie- hen. Das ist ansteckend. Man lebt gesünder, aktiver und lernt jede Menge Leute kennen.
Ihre Begeisterung kennt ja keine Grenzen. Ist wirklich alles so wunderbar?
Petra Hennig: Mit Hund kommen natürlich viele neue Aufgaben und Verpflichtungen auf einen zu. Ein vierbeiniges Familienmitglied fordert viel Zeit und Fürsorge. Es muss in den Tagesablauf und die Urlaubsplanung integriert werden. Die Balance zwischen den eigenen Bedürfnisse und denen des Tieres hinzubekommen, ist nicht immer ganz einfach.
Wie war es denn bei Ihnen persönlich? Gab es nicht auch mal richtig Stress?
Petra Hennig: Ohne geht es wohl nicht. Mitten in der Nacht von einem kleinen Winselpinsel aus dem Schlaf gerissen zu werden und ihn bei Nacht und Nebel zum Häufchen machen nach draußen zu schleppen, ist wirklich nicht das, was man sich erträumt. An Haus, Auto, Schuhen und Kleidung ging die Welpenzeit bei uns auch nicht spurlos vorüber. Unser Hund stellte uns einige Male auf die Probe und richtete so manchen Unsinn an. Aber irgendwann übt man sich in Gelassenheit. Die zeitintensive Erziehungsphase am Anfang war für uns schon eine echte Herausforderung. Manchmal war es ganz schön anstrengend, konsequent und geduldig zu sein.
Und was haben Sie nun davon?
Petra Hennig: Einen tollen Hund! Das Engagement zahlt sich aus. Sobald man zu seinem Tier eine echte Bindung aufgebaut hat, zum Team geworden ist und sich auf ihn verlassen kann, ist das gemeinsame Leben die pure Freude. Gelingt das nicht, wird der Alltag sehr schnell zum Stress, der Hund spielt sich als Chef auf und wird zum Problemhund.
Wie kam es zu der Idee, die Erlebnisse mit Ihrem Hund aufzuschreiben?
Petra Hennig: Ich wollte einfach immer einen gut erzogen Hund und war bereit, mir dafür viel Zeit zu nehmen. Gierig suchte ich nach Informationen, kämpfte mich durch tausende Seiten von Sachbüchern und las allerlei Storys zum Thema Hund. So richtig verstanden hatte ich dadurch vom Leben mit Hund noch lange nichts. Ich war oft ganz schön unsicher. Also suchte ich Rat bei verschiedenen Hundetrainern und erfuhr eine Menge über das Verhalten der Tiere und über ganz unterschiedliche Erziehungsmethoden. Mit Hund lernte ich aber auch mich selbst und die Menschen noch einmal von einer anderen Seite kennen. Neue Gefühle wurden wach und ich machte ganz neue Erfahrungen. So wurde die Idee geboren, vieles davon in einer heiteren Familiengeschichte zu erzählen.
Auf Ihrer Internetseite steht „Gut zu lesen, gut zu wissen!“ Kann man Ihr Buch auch als Sachbuch verstehen?
Petra Hennig: Ja, aber nicht im eigentlichen Sinn! Hauptsächlich ist es eine unterhaltsame Geschichte, in der Spannendes und Komisches, Trauriges und Schönes passiert. Dabei wird ganz unangestrengt jede Menge Wissenswertes zum Thema Hund und Hundeerziehung vermittelt. Wer mag, wird sich vielleicht das eine oder andere davon zu Eigen machen. Wäre bestimmt nicht schlecht. Die Lektüre soll eben nicht nur Spaß machen, sondern auch einen echten Nutzen bringen Gerade für Kinder und Jugendliche, die einen Hund im Haushalt haben, erscheint mir diese Buchform genial, ihnen einen guten Teil des nötigen Wissens zu vermitteln.
Welche Altersgruppe sprechen Sie mit Ihrem Buch an?
Petra Hennig: Ich hatte beim Schreiben immer Eltern und Kinder, Oma und Opa im Hinterkopf. Es ist schon wichtig, dass bei der Hundeerziehung alle an einem Strang ziehen, die mit dem Hund zu tun haben. Für Kinder und Jugendliche ist das Buch sicherlich ganz besonders empfehlenswert. Erstens mögen die meisten Kinder Hunde, zweitens lesen Kinder lieber lustige und spannende Geschichten als trockene Sachbücher und drittens kommt ja auch noch ein böser Lehrer drin vor.
Im Vorwort zu Ihrem neuen Buch geben Sie preis, dass Sie noch eine zweite Hündin haben, Momo. Können wir dann noch auf eine weitere Geschichte zu Momos Einstieg in das Familienleben hoffen?
Petra Hennig: Ich habe das Gefühl, Momo besteht darauf.

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Bergsträsser Anzeiger vom 27.12.2008



Bergsträsser Anzeiger vom 27.12.08Lokale Szene: Die in Bensheim lebende Petra Hennig hat ihren heiteren Familienroman im Eigenverlag veröffentlicht Erst kam der eigene Hund - und jetzt kommt das Buch dazu

Bergstraße. "Wenn man einen Hund hat, lernt man die Menschen von einer anderen Seite kennen." Petra Hennig aus Bensheim hat nicht nur einen Hund, sondern gleich zwei: Toni, die knapp sechs Jahre alte Labradorhündin, und Momo, einen Flat-Coated Retriever.

Und weil "der Familienalltag seit dem vierbeinigen Zuwachs umso vieles lustiger geworden ist", hat die Mutter einer 12 Jahre alten Tochter, ein Buch darüber geschrieben. Vor drei Monaten hat sie es im Eigenverlag heraus gebracht und 3000 Exemplare drucken lassen. "Beim ersten Hund wird alles anders", heißt der Erstling der sympathischen Verlags- und Werbefachfrau, die sich damit einen lange gehegten Traum erfüllt hat.

Geschickt und humorvoll

Ein Buch schreiben wollte die gebürtiger Berlinerin, Wahl-Hamburgerin und Neu-Bensheimerin, seit sie denken kann. Ursprünglich sollte es eine heitere Liebesgeschichte werden. Nun ist es ein nicht minder heiterer und unterhaltsamer Familienroman für Tierfreunde ohne Altersbeschränkung geworden. Geschickt und auf humorvolle Art und Weise - und ohne erhobenen Zeigefinger - hat die Marketing- und Werbefachfrau eine Menge über Hundeerziehung und Wissen über die Vierbeiner in ihre Story gepackt. Gewidmet hat sie hat sie ihr erstes Buch Toni, der heiß geliebten Labradorhündin der Familie.

Schwarz auf weiß und auf Papier halten sich Wirklichkeit und Phantasie im Alltag von "Familie Sommer" und Hündin "Jolly" die Waage. Dass es mit der Schreiberei erst in ihrer neuen Heimat geklappt hat, hat auch damit zu tun, dass Petra Hennig, zunächst als Single, später mit der Familie, aus beruflichen Gründen 23 Mal innerhalb von Deutschland umgezogen ist.

Langsam aber sicher haben sich die Hennigs Bensheim genähert - und sind hier heimisch geworden. Seit zweieinhalb Jahren wohnen sie im eigenen Haus mit herrlichem Garten. Beste Voraussetzungen dafür, dass ein weiterer Wunsch der sympathischen Geschichtenerfinderin Wirklichkeit wurde: ein Hund. Später kamen noch drei Spielgesellen dazu: ein weiterer Hund und zwei Tierheim-Katzen. Ihren übersichtlichen Arbeitsplatz hat sich Petra Hennig an einem besonders gemütlichen Plätzchen im Wohnzimmer eingerichtet. Wenn sie aus dem Fenster schaut, sieht sie ins Grüne, auf Rasen, Büsche und Bäume.

Den eigenen Traum nie aufgegeben

Viel mehr als ihre Notizen, Laptop und Drucker braucht sie nicht. Denn bevor sie überhaupt nur eine Zeile schreibt, hat sie bereits Unmengen von Hunde-Fachbüchern studiert und verschiedene Hundeschulen besucht. Alles in allem könnte man die begeisterte Hundebesitzerin als Profi und Perfektionistin bezeichnen. Eines ist sie aber ganz sicher: eine fröhliche, selbstbewusste Frau, die ihre Träume nie aufgegeben hat - auch wenn es etwas länger dauerte, bis sie wahr wurden.

Über ihren Schreibstil sagt sie, er sei schnörkellos und leicht verständlich. Welche Autoren sie gerne mag, wollen wir wissen. Petra Hennig nennt als ihre derzeitigen Favoriten Hape Kerkeling und Marcel Reich-Ranicki. Außerdem liebt sie Hörbücher.

Noch eine Frage an die Autorin: Was denn die Familie zu der Schreiberei sagt? Ehemann Michael Müller-Hennig ist ein sehr strenger Kritiker - und was ihm an den Manuskripten nicht gefällt, wird nachträglich noch verändert. Tochter Guilia ist einfach nur stolz auf ihre taffe Mutter.

Nachbarin als Lektorin

Glück hat Petra Hennig auch mit ihren Bekanntschaften. Eine nette Nachbarin betätigt sich als Lektorin und kommt jedem noch so kleinen Fehler auf die Spur, Detlef Judth hat die Autorin im Volkshochschulkurs "Menschen illustrieren" kennen gelernt. Der Darmstädter Illustrator, Zeichner und Grafiker ist mit ins Boot gestiegen und hat die Familienstory mit der Hauptfigur "Jolly" ins rechte Bild gerückt.

Und weil Petra Hennig nun mal keine halbe Sachen macht, hat sie nicht nur ihr erstes Buch geschrieben, sondern gleich einen Verlag dazu gegründet. "Es soll vor allem Spaß machen. Ein bisschen unternehmerischer Mut gehört allerdings auch dazu", beschreibt die kreative Bensheimerin ihre Motivation. gs

Bergsträßer Anzeiger
27. Dezember 2008

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Funk Uhr Ausgabe 50 vom 13. bis 19.12.2008


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i-Punkt vom 13.11.2008


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